Symposium 2020 -wie es dazu kam...

Gewalt gegen ältere und schutzbedürftige Menschen wird zu selten öffentlich diskutiert und thematisiert. Erhebungen zufolge berichtet jedoch jeder zehnte ältere Mensch von Übergriffen in seinem direkten Umfeld, wobei aufgrund von Scham- und Schuldgefühlen von einer großen Dunkelziffer auszugehen ist.
In unserer täglichen Arbeit im Klinikum erleben wir immer wieder, wie komplex dieses Thema ist und dass es nie DIE EINE RICHTIGE LÖSUNG geben wird, sondern dass jede Geschichte für sich immer wieder in all ihren Facetten von unterschiedlichen Blickwinkeln und unter Einbeziehung verschiedener Perspektiven betrachtet werden muss. Dies gilt einerseits für die Zusammenarbeit im interdisziplinären Team, andererseits für die Integration der ambulanten Rahmenbedingungen unter Rücksichtnahme auf individuelle Bedürfnisse und Möglichkeiten der/des Betroffenen und des gesamten Familiensystems. 

Das Symposium soll - ohne Anspruch auf Vollständigkeit - einen Streifzug durch dieses breite Thema bieten, das uns in den nächsten Jahren im beruflichen Kontext zunehmend häufiger begegnen wird, ehe wir eines Tage möglicherweise selbst Betroffene sind...

Aufgrund der Covid-19-Pandemie musste das für April 2020 geplante Symposium auf das Frühjahr 2021 verschoben werden.

Wie wir in den letzten Monaten erleben durften, hat das Thema an Aktualität absolut nicht verloren. Vielmehr werden wir bei unserem neuen Termin nicht umhin kommen, die Erfahrungen des totalen Lock-Downs sowie die Auswirkungen und Folgen der Covid-19-Pandemie für die Gruppe der über 65-Jährigen, insbesondere für die Gruppe pflegebedürftiger Personen, mit in den Fokus zu rücken. 

Wir würden wir uns freuen, Sie/dich auch nächstes Jahr bei unserer Veranstaltung als Teilnehmer*in begrüßen zu dürfen und bitten schon jetzt um eine Vormerkung des Termins:

Donnerstag, 8. April und Freitag, 9. April 2021

An dieser Stelle bedanken wir uns bei knapp 140 Angemeldeten für ihr damit bekundetes Interesse an der Veranstaltung und am Thema!!!

 
Die neu gewonnene Zeit der Vorbereitung werden wir nutzen, um das Programm an die aktuellen Entwicklungen anzupassen, 
Ebenso gibt es Überlegungen, die Veranstaltung um einen Tag zu erweitern, um damit junge, in Ausbildung stehende Menschen anzusprechen und in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Schulen und Ausbildungseinrichtungen Interesse für das Thema Alter und Pflege zu wecken. In ersten Brainstormings sind dabei bereits schöne Ideen entstanden, so dass wir die aktuelle Absage bedauern, den neuen Termin aber als Gelegenheit sehen wollen, noch mehr Menschen zu erreichen und zusätzliche Kooperationspartner zu gewinnen, um bei diesem uns alle betreffenden Thema weiter zu sensibilisieren. 
 

Diese Veranstaltung wird mit Fördermitteln des Landes NÖ unterstützt.